Zwei Erdbeben erschüttern Deutschland

Im niedersächsischen Verden hat gestern und auch heute die Erde gebebt. Das erste Beben hatte in etwa eine Stärke 3,1. Das ist nach internationaler Klassifikation in die Kategorie „Leicht“ einzustufen.

Die leichten Erdbeben ereigneten sich in der Gegend zwischen Bremen und Hannover. Das erste Beben erschreckte die Menschen am Mittwoch gegen 18.30 Uhr, wie die Polizei nun mitteilte. Doch damit nicht genug: Ein Nachbeben in der Nacht zu Donnerstag sorgte noch einmal für große Aufregung und Ängste in der Bevölkerung. Alleine auf der Wache in Verden zählten die im Einsatz befindlichen Polizisten rund 30 eingehende Meldungen von verängstigten Bewohnern – ganz ähnlich wie in den wenigen Stunden zuvor auch schon.

Verletzte oder Sachbeschädigungen sind nach den ersten Erkenntnissen nicht bekannt.


Es ist in diesem Jahr nicht das erste Erdbeben in Deutschland gewesen. Erst Anfang November hatte ein Beben der Stärke 3,7 die Schwäbische Alb in Baden-Württemberg erschüttert. Die Erdstöße ereigneten sich in der Nacht auf den 04. November und waren rund 30 Kilometer im Umkreis deutlich zu spüren.

Erdbeben sind in Deutschland keine Seltenheit, und das, obwohl sich die Republik mitten auf der Eurasischen Platte befindet. Plattengrenzen, in deren Nähe meistens Erdbeben entstehen, sind weit entfernt. Doch es kommt hierzulande immer häufiger zu Beben dieser Art.

„Spiegel Online“ berichtete jüngst, dass die Gründe hierfür unter anderem Brüche und Schwächezonen im Untergrund seien. Aus diesem Grunde muss man auch hierzulande immer wieder mit Erdbeben rechnen. Bereits 1992 machten sich Erschütterungen in Deutschland bemerkbar. Das sogenannte Erdbeben von Roermond, welches sich zwischen Deutschland und den Niederlanden ereignete, erreiche eine Stärke von sage und schreibe 5,3. Das Beben verursachte damals Schäden im dreistelligen Millionenbereich. Auch mussten diverse Personenschaden verzeichnet werden.