Verfolgungsjagd in Berlin fordert zwei schwer verletzte Polizisten

Betrunken und ohne Führerschein sorgte ein 18-jähriger in der vergangenen Nacht für helle Aufruhr in Berlin.

Der dreiste Fahrer machte mit seiner 19-jährigen Freundin eine Spritztour durch den Berliner Stadtteil Köpenick. Dabei hatte der junge Mann jedoch vergessen, das Licht am Fahrzeug einzuschalten. Aus diesem Grunde geriet er mit seinem Mercedes in das Visier einer diensthabenden Polizeistreife.

Doch statt den Anweisungen der Streife zu folgen und auf der Bölscherstraße umgehend rechts ranzufahren, gab der 18-jährige Gas und lieferte sich eine unschöne aber umso wildere Spritztour mit den Beamten.
Eine Sprecherin der Berliner Polizei äußerte sich jetzt erstmal zu dem Vorfall der vergangenen Nacht und gibt dabei die Route des Flüchtenden preis. „Das Fahrzeug flüchtete mit hoher Geschwindigkeit über die Bölschestraße, Fürstenwalder Damm, Seelenbinderstraße in Richtung Bellevuepark.“

Als der Fahrer im Rahmen seiner Flucht dann aus der Puchanstraße in die Friedrichshagener Straße einbiegen wollte, rammte er den ihm entgegenkommenden Funkwagen. Dieser versucht mit einem gezielten Manöver, dem Mercedes den Weg abzuschneiden. Was nach einem Plan klingt, wurde den Polizisten zum Verhängnis. Der Wagen schleuderte nach dem Aufprall gut sechs Meter zurück. Die beiden 32 und 40 Jahre alten Polizisten wurden in Folgen des Unfalls so scher verletzt, dass sie stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten.
Eher Glück im Unglück hatten bei dem Unfall der 18-jährige Unfallverursacher und seine Freundin. Er wurde von den Beamten eines weiteren Streifenwagens noch am Ort des Geschehens vorläufig festgenommen. „Bei der Überprüfung des Jugendlichen nahmen die Beamten Alkoholgeruch wahr“, so die Polizeisprecherin weiter.

Im Rahmen der Vernehmung habe sich der junge Fahrer unkooperativ gezeigt und geschrieben, dass er seinen Anwalt sprechen wolle. Nach aktuellen Erkenntnissen ist er der Sohn eines Anwalts. Er wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung und zur Blutentnahmen in eine Gefangensammelstelle überführt.
Nach ersten Ermittlungen steht fest, dass das Fluchtfahrzeug einem Verwandten des 18-jährigen gehört. Die verunglückte Funkstreife war im Übrigen nicht mehr fahrtüchtig und wurde noch am Ort selbst sichergestellt.

Was den Unfallfahrer nun erwartet ist bisher unklar und dürfte sich auch an der Schwere der Verletzungen der beiden Beamten orientieren.