Tod durch Schuss eines Polizisten

Mit einer Waffe zielte er auf die Polizisten und bewarf deren Streifenwagen. Mit einem Schuss aus der Dienstpistole stoppte ein Beamter schließlich Martin S. in der Nacht zu Sonntag. Durch das Projektil wurde er in der Brust getroffen und dadurch schwer verletzt. Letztendlich waren sie für ihn tödlich. Der angeschossene Mann erlag am Dienstagabend seinen schweren Verletzungen.

Kurz vor Mitternacht in der Nacht zu Sonntag ging auf dem Polizeirevier in Weißenfels ein Notruf ein. Es war Martin S., der sich massiv über ruhestörenden Lärm beschwerte, wie der Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang in einer Stellungnahme sagte. S. warf in dem Augenblick, als die Beamten eintrafen, eine Bierflasche auf deren Einsatzfahrzeug. Eine Scheibe an dem Auto ging dadurch zu Bruch. Staatsanwalt Neufang sagte weiter: „Die Beamten erkannten einen waffenähnlichen Gegenstand in der Hand des Mannes. Außerdem nahmen die Polizisten eine Schussabgabe wahr.“

Wenige Augenblicke später ist Martin S. dann mit einer Pistole in der Hand auf die Straße gelaufen. Mit der vorgehaltenen Waffe ist er dann auf die Polizisten in ihrem Streifenwagen zugelaufen.

Im Rahmen der Eigensicherung ist von einem Beamten dann ein Schuss abgegeben worden. Dieser traf den Mann im Oberkörper und verletzte ihn dadurch schwer. Danach sei der Angreifer festgenommen worden und umgehend zur Behandlung in eine naheliegendes Krankenhaus gebracht worden. „Die Ermittlungen in diesem Fall werden von der Polizeiinspektion Magdeburg geführt“, so der Oberstaatsanwalt Neufang weiter.

Parallel dazu wird nun wegen des Gebrauchs einer Schusswaffe mit Todesfolge seit Dienstag gegen den Polizisten ermittelt. Von Seiten der Klinik ist am heutigen Mittwoch mitgeteilt worden, dass der Mann am späten Dienstagabend an den Schussverletzungen verstorben ist.

Schon öfter hatte Martin S. Probleme mit der Polizei. Eine erschütterte Nachbarin sagte dazu: „Eigentlich ist er ein herzensguter Mensch, aber wenn er getrunken hat, verwandelt er sich geradezu in einen Anderen.“

Auslöser für die schrecklichen Ereignisse am Samstag soll der Frust von Martin S. über seine aktuelle Beziehung zu seiner Freundin gewesen sein. In diesem Zuge habe er sich dann massiv betrunken. Die junge Frau sagte in einem Interview gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Ich hatte Martin noch eine Chance gegeben. Wir hatten gerade gemeinsam eine Paartherapie begonnen, damit er seine Dämonen endlich in den Griff bekommt. Doch Teufel Alkohol war am Ende wieder stärker …