Super-Taifun verhindert Formel 1- Qualifying

Die Formel 1 zittert vor Taifun „Hagibis“. Wegen ihm ist das Qualifying am kommenden Samstag in Gefahr.
Zurzeit wütet der Super-Taifun vor der Küste Japans und schafft dabei Windböen von bis zu 250 km/h. Zwar beschränkt sich „Hagibis“, wie der Taifun getauft wurde, bisher nur auf das Meer, aber schon am kommenden Samstag soll er auf das japanische Festland treffen. Das könnte zum Leidwesen vieler Japaner und Menschen aus der ganzen Welt auch Folgen für die Formel 1 haben.

In einer aktuellen Mitteilung der Königsklasse heißt es daher: „Die Formel 1 beobachtet den Verlauf und einen möglichen Einfluss von Taifun Hagibis sehr genau. Wir unternehmen alles, um Störungen des Zeitplans zu verhindern, aber die Sicherheit aller an der Strecke hat höchste Priorität.“


Laut dem Magazin „auto, motor und sport“ wurden bereits hunderte zusätzliche Sandsäcke an die Strecke geordert, um das Fahrerlager vor Überflutung zu schützen und ein Rennen doch stattfinden lassen zu können.
Für den Fall dass der Sturm am Samstag tatsächlich auf dem Festland in Suzuka trifft, droht jedoch eine Absage des dritten freien Trainings sowie des Qualifyings. Nach deutscher Zeit sollen die beiden Rennaktivitäten um 5 h und um 8 h stattfinden.
Doch nicht nur die Formel 1 ist betroffen von „Hagibis“. Auch die Rugby-WM, die gerade auch in Japan stattfindet, muss Einbußen einstreichen. Die beiden für Samstag geplanten Partien zwischen England und Frankeich sowie Neuseeland und Italien wurden jeweils vorsorglich abgesagt.


Für den Fall, dass das Qualifying der Formel 1 wirklich ausfällt, gibt es aber einen schon ausgearbeiteten Notfallplan: Die Qualifikation soll dann am Sonntagfrüh um 9 Uhr Ortszeit nachgeholt werden – das wäre dann um 2 Uhr nachts nach deutscher Zeit. Das Rennen soll in jedem Fall wie geplant um 7.10 Uhr gestartet werden.

Natürlich wünschen sich auch die Fahrer, dass alles abläuft wie ursprünglich geplant. Renault-Star Nico Hülkenberg (32) sagt: „Wir wollen fahren, die Fans wollen uns fahren sehen. Aber wir müssen natürlich sehen, wie schlimm es wird.“ Haas-Pilot Kevin Magnussen (27) fügt hinzu: „Es könnte interessant werden. Wind und Regen könnten die Sache ein wenig durchmischen.“