Schwerer Unfall: Rettungswagen im Einsatz überfährt Mädchen

Zu einem schweren Unfall mit einem 14-jährigen Mädchen kam es am gestrigen frühen Abend in Pirna (Sachsen). Auf der Königsteiner Straße wollte gegen 18.30 Uhr ein Mädchen zwischen zwei haltenden Autos auf die andere Straßenseite wechseln. Das jedoch mit fatalen Folgen: Bei der Überquerung übersah und überhörte sie nach aktuellen Ermittlungen offenbar einen von links kommenden, im Einsatz befindlichen Rettungswagen.


Der Fahrer, der nach ersten Informationen mit Martinshorn und Blaulicht ziemlich eilig unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen als er das Mädchen sah und fuhr die Jugendliche, bei ihrem Versuch die Straße zu überqueren, schwer an.

Der Aufprall des Mädchens auf den Rettungswagen war so heftig, dass sie in Folge mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert wurde. Der Aufprall – auch auf dem Asphalt – verletzte das Kind sehr schwer. Noch vor Ort wurde sie umgehend notärztlich versorgt, ehe sie mit lebensbedrohlichen Verletzungen in das nächstliegende Klinikum in Pirna gefahren wurde. Zu ihrem aktuellen Stand ist noch nichts bekannt. Fakt ist aber, dass sie diesen Unfall durchaus auch mit ihrem Leben bezahlen könnte. Laut Ermittlungen werden ihre Verletzungen bisher als enorm schwer eingestuft.

Der Notfall-Patient, der sich während des Aufpralls noch im verunglückten Rettungswagen befand und auf dem Weg in ein Krankenhaus war, wurde in einen zweiten, hinzugerufenen Rettungswagen umgeladen und ebenfalls in das Klinikum Pirna gebracht. Sein Zustand war nicht auf Anhieb lebensbedrohlich und so konnte das verunglückte Mädchen zuerst mit dem Unfallwagen in die Klinik gebracht werden.

In einem solchen, ziemlich seltenen Falle, müssen die Rettungskräfte nach eigenem Ermessen die Dringlichkeiten der Patienten abwägen.