Polizeieinsatz mit schockierender Bilanz: 2 Tote, 2 Schwerverletzte

Blutbad in Kirchheim: Eine Mutter und ihr Sohn sind tot, zwei Beamte wurden schwer verletzt. Der Täter war mit einer Schere auf sie losgegangen.

Kirchheim (Rheinland-Pfalz): Eine Mutter rief am Freitag-Morgen den Notruf an erklärte, ihr 25-jähriger Sohn habe einen psychotischen Schub, stünde unter Drogeneinfluss und habe sie angegriffen. Zwei Beamte fuhren sofort an den Tatort in der Weinstraße. Dann ist die Lage offensichtlich eskaliert. Mutter und Sohn starben, zwei Polizeibeamte wurden schwer verletzt.

Der Angreifer wurde getroffen und starb
Als die 31-jährige Polizistin und ihr 56-jähriger Kollege in der Wohnung des mutmaßlichen Opfers eintrafen, ging der 25-jährige Sohn mit einer Schere auf die Beamten los. Diese wehrten sich durch Gebrauch ihrer Schusswaffen, so berichtet es die Staatsanwaltschaft: „Die Polizeibeamtin und der Polizeibeamte haben nach bisherigen Erkenntnissen von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, um die gegen sie gerichteten Angriffe abzuwehren. Der Angreifer wurde getroffen und starb.“ Nach dem vorläufigen Untersuchungsergebnis des Instituts für Rechtsmedizin Mainz sei es wahrscheinlich, dass der 25-Jährige infolge mehrerer Schussverletzungen verstorben ist, teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz wenige Stunden nach dem Vorfall mit.

Die Mutter lag im Haus
Der leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber teilte in einer Presseerklärung mit: „Trotz sofort eingeleiteter notfallmedzinischer Versorgung, starb auch die Mutter des Angreifers. Die Todesursache muss vor Ort noch eindeutig rechtsmedizinisch geklärt werden.“ Das Polizeipräsidium Rheinpfalz teilte später mit, sie habe massive Kopfverletzungen und mehrere Wunden am Körper, die auf Stichverletzungen hindeuten. Einschüsse seien am Leichnam der Frau bei der Untersuchung vor Ort nicht erkennbar gewesen. Ströber ergänzte später, die Mutter sei schon tot gewesen, als die Polizisten am Tatort ankamen. Am Wochenende werden beide Leichen eingehend obduziert.

Beide Polizisten schwer verletzt
Die 31-jährige Polizeibeamtin und der 56-jährige Polizeibeamte haben Stichverletzungen erlitten, wurden schwer verletzt und wurden mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Oberstaatsanwalt Ströber erklärte gegenüber der Zeitung RHEINPFALZ, dass sie trotz schwerer Verletzungen nicht in Lebensgefahr schwebten. Die 31-jährige Polizistin hätte Kopfverletzungen davongetragen und musste operiert werden. Ihr 56-jähriger Kollege sei ebenfalls schwer verletzt. Ströber erklärte weiter, dass gegen die Polizisten ermittelt werde. Dies sei routinemäßig erforderlich, sobald der Verdacht auf eine strafbare Handlung vorliege. Das sei gegeben. Die Ermittlungen sollen mindestens 14 Tage in Anspruch nehmen.