Mehr als 2000 Föten in Nachlass eines Arztes gefunden

Ermittler haben im US-Bundesstaat Illinois 2246 konservierte Föten sichergestellt. Diese hatte ein Arzt in seinen Praxisräumen aufbewahrt. Bereits vor Jahren hatte der Mediziner seine Lizenz verloren. Die Polizei hat nun Ermittlungen aufgenommen.

Es war ein schrecklicher Fund, den eine Familie ganz aus der Nähe von Chicago machen musste. Die Angehörigen von Dr. Ulrich K. haben im Nachlass 2246 konservierte Föten entdeckt. Der Mann hatte vor seinem Tod als Arzt in den USA praktiziert. Nach der Entdeckung informierte die Familie einen Anwalt und erstattete gegenüber der Polizei eine Selbstanzeige. Dies erklärten die Beamten in einer Pressemeldung, die zu diesem Fall veröffentlicht wurde. Am 3. September ist K. demnach verstorben. Die „fötalen Überreste“ wurden einige Tage später in den ehemaligen Praxisräumen des Arztes gefunden. Die Polizei hat nun den Nachlass sichergestellt und inzwischen auch Ermittlungen zu dem Fall eingeleitet.

Die Familie selbst kooperiert nach Angaben der zuständigen Behörden „in vollem Umfang“ mit den Ermittlern. Derzeit gebe es auch keinerlei Hinweise, dass in dem Gebäude medizinische Behandlungen durchgeführt wurden.

Der Arzt K. führte Abtreibungen durch

Es ist nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen unklar, woher die Föten stammen. Die US-Zeitung „The Journal Gazette“ berichtete unterdessen, dass K. in verschiedenen US-Kliniken seit 1973 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen hat. 2014 verlor er im Januar in Fort Wayne im US-Bundesstaat Indiana wohl seine Zulassung, da er durch den Fortgang eines Ersatzarztes die dort geltenden Anforderungen, die an Abtreibungskliniken gestellt werden, nicht mehr erfüllen konnte. Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass die letzte Klinik, mit der K. zusammenarbeitete, im Jahre 2015 geschlossen worden ist. Und die britische „BBC“ meldete auch, dass dem Arzt in 2016 die Lizenz endgültig entzogen wurde. Ebenso soll er einen angeblichen Schwangerschaftsabbruch, den er bei einer 13-Jährigen durchgeführt hatte, den Behörden nicht gemeldet haben. Ebenso ist es ihm wohl entgangen, seine eigenen Angestellten ausreichend zu versichern.

Gegenstand der aktuellen polizeilichen Ermittlungen ist nun, was und in welchem Umfang K. in seiner letzten Praxis im US-Bundesstaat Illinois praktizierte.