Massive Gewaltandrohung gegen Klinikärzte

Schwerer Fall von Gewaltandrohung in einem Krankenhaus. Als es seiner Frau nicht gut ging, rastete ein Mann komplett aus. Auf einer Geburtsstation in einem Hamburger Krankenhaus hat ein frischgebackener Vater randaliert und dabei mit Gegenständen geworfen haben. Auch drohte er dem Chefarzt der Abteilung mit Mord. Inzwischen hat das Krankenhaus eine Anzeige gegen den Störenfried gestellt.

Mittlerweile waren zwei Wochen vergangen, als die Ehefrau ein Kind in der Hamburger Klinik im Stadtteil Barmbek gebar. Geholt worden war das Kind per Kaiserschnitt, die Frau erholte sich seitdem auf der Klinikstation von dem Eingriff. Es ging ihr dabei aber nicht besonders gut, sie klagte über Schmerzen und bekam Fieber.

Familie macht Ärzte als Schuldige aus

Die Schuldigen waren für das Ehepaar schnell ausgemacht. Sie gaben den Ärzten der Klinik die Schuld am Zustand der Frau. „Bei der OP wurde etwas im Körper meiner Frau vergessen. Vielleicht ein Tupfer, ein Watte-Pad oder etwas Anderes“, so der Mann am Montagmittag in einem Gespräch mit den Medien. „Die Klinik will das vertuschen!“ Um den angeblichen Fremdkörper aus dem Unterleib der Frau zu operieren, wollte der Mann seine Frau noch am selben Tag in eine andere Klinik im Hamburger Stadtgebiet bringen.

Jedoch kam es nicht dazu. Wie ein Sprecher der Klinik mitteilte, sei der Mann am frühen Abend dann komplett ausgerastet. Er habe dabei verschiedene Gegenstände herumgeworfen und mit lautem Geschrei dem Chefarzt gedroht, dass er ihn umbringen werden. Wie zum Beweis formte er mit seinen Händen eine Pistole, die er dann in Richtung des Kopfes des entsprechenden Arztes hielt.
An diesem Punkt wurde die Polizei eingeschaltet und von der Klinik eine Anzeige erstattet. Sie lautet auf Nötigung und Beleidigung, die so auch von einer Sprecherin der Hamburger Polizei bestätigt wurden.

Gewalt gegen Personal in Asklepios-Kliniken in Hamburg nimmt immer mehr zu

„Die Gewalt gegen unser Personal nimmt immer mehr zu“, so der Asklepios-Sprecher. Selbst verletzte Mitarbeiter habe es in der Vergangenheit gegeben. Der Sprecher erklärte zu den Vorwürfen der Familien, dass die Frau noch einmal geröntgt worden sei und es keinen Nachweis eines Fremdkörpers im Bauch der Frau gab. Er verwies darauf, dass viele Patientinnen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, danach an Narbenschmerzen leiden.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, war eine neuerliche Untersuchung angesetzt worden, doch habe diese das Paar vehement abgelehnt. „Es gab keine Art von Kooperation seitens des Paares.“