Maria wurde aus purer Lust am Töten ermordet – Haupttäter erhält Jugendstrafe

Sie wollten einfach einen Menschen sterben sehen und wählten die schwangere Maria aus Zinnowitz. Jetzt das Urteil: Der Haupttäter erhält eine Jugendstrafe von 12 Jahren, sein Komplize wird zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Der 19-jährige Nicolas K. und der 21-jährige Niko G. wurden im Mordfall Maria verurteilt. Den beiden Deutschen wird vorgeworfen, die 18-jährige, schwangere Frau aus Zinnowitz bestialisch ermordet zu haben. Haupttäter Nikolas wird „schwere seelische Abartigkeit“ attestiert, er soll rund 30 Mal auf die junge Frau eingestochen haben.

Der 19-Jährige wird als Haupttäter zu 12 Jahren Jugendstrafe verurteilt. Er gilt als extrem gefährlich und soll im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie untergebracht werden. Ein Gutachter stellte fest, es fehle dem Mann an jeglicher Empathie. Sein älterer Komplize erhält lebenslänglich. Sein Gutachten enthält keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung. Das Gericht stellte bei ihm eine besondere Schwere der Schuld fest. Eine vorzeitige Haftentlassung gilt in beiden Fällen als nahezu unmöglich.

Maria, das 18-jährige Opfer, war im dritten Monat schwanger. Sie gehörte dem Freundeskreis der beiden Täter an. Die hatten sie ausgesucht, weil sie ein leichtes Opfer war. Sie lebte alleine, öffnete ihren Killern vermutlich bereitwillig die Tür. In der Wohnung der jungen Frau setzten die beiden Männer ihren perfiden Plan um. Der Jüngere gab zu, Maria mit dutzenden Messerstichen getötet zu haben. Beide hätten die Tat zusammen geplant, beide wollten einen Menschen sterben sehen. Man besorgte ein Messer und Ersatzkleidung, um die blutverschmierten Kleider wechseln zu können. Nikolas K. stach dem Opfer zuerst in den Hals, setzte sich dann auf die am Boden liegende Frau und stach weiter auf sie ein. Der Ältere habe ihm dabei geholfen, hätte ihre Beine festgehalten. Der 21-jährige Niko K. bestritt die Vorwürfe. Doch DNA-Spuren am unteren Bereich von Marias Hose erhärteten die Vorwürfe gegen den Mittäter.

Am Ende des Prozesses entschuldigte sich der ältere Angeklagte bei der Mutter des Opfers, die während des gesamten Prozesses als Nebenklägerin auftrat. Diese erwiderte in einem Ausbruch heftiger Emotionen: „Ich vergebe euch nie. Ich werde euch immer hassen“, keiner gebe ihr die Tochter und ihr Enkelkind zurück, deswegen hoffe sie, dass die beiden für immer hinter Gittern blieben.