Lufthansa Weekend Special: Flüge heute ab 35 €

Heute endet das Weekend Special der Lufthansa. Bis heute Abend können Flüge bei der deutschen Airline ab 35 Euro gebucht werden.

Auch Lufthansa kann billig. Heute Abend endet der sogenannte „Weekend Sale“ der Airline mit Hauptsitz in Köln. Auf seiner Website preist Lufthansa Flüge nach Schottland und Irland für 35 Euro an. Ab 50 Euro soll es nach Frankreich, Mallorca und Tunesien gehen.

Air Berlin und Lufthansa
Nachdem der Billigflieger Air Berlin im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet hatte, rissen sich die anderen Fluggesellschaften förmlich um deren Marktanteile. Lufthansa und die Tochter Eurowings übernahmen einen großen Teil der Pleite-Marktmasse. Fast 80 Air Berlin-Maschinen gingen an den Konzern mit Hauptsitz in Köln. Gleichzeitig übernahm Lufthansa die Start- und Landerechte von Air Berlin, was mit einem gewissen Leistungsdruck verbunden ist. Denn wenn die Slots an den überfüllten Flughäfen nicht genutzt werden, verfallen sie. Mit diesem Druck möglichst viele Flieger zu füllen, sanken die Preise.

Tarifstreit mit ver.di und UFO
Auch Lufthansa-Tochter Eurowings befindet sich im Tarifstreit mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Die Lufthansa-Airline Eurowings GmbH und ver.di verhandeln seit Monaten über die Tarife für das Kabinenpersonal. Eurowings hat vor Monaten ein neues Regelwerk für die Einsatzbedingungen der Beschäftigten eingeführt, dass deutlich vom Tarifvertrag abweicht. Ver.di möchte dies nicht länger hinnehmen. “Das Tarifchaos bei Eurowings ist nicht mehr überschaubar, kein Beschäftigter weiß, welche Regelungen für ihn gelten. Die Flugbegleiter haben ein Recht auf planbare Freizeit und verlässliche Dienstpläne. Sie arbeiten jeden Tag mit vollem Einsatz und haben damit zum Wachstum der Eurowings erheblich beigetragen. Als Dank ernten sie nun die Forderung nach weitgehenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen.” erklärte ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse. Anfang Dezember werden die Verhandlungen fortgesetzt. Allerdings hat die Airline bereits jetzt schon wenig Entgegenkommen angekündigt. Ver.di bereitet indessen Arbeitskampfmaßnahmen, also Streiks vor. “In den letzten Verhandlungsrunden konnte keine entscheidende Annäherung erzielt werden. Die Situation ist für die Beschäftigten nicht mehr länger tragbar. Sie arbeiten am Limit und erhalten keine Klarheiten über die angewendeten Einsatzbedingungen.”

Lufthansa selbst hat im Oktober Schlagzeilen gemacht, weil sie mit der Kabinengewerkschaft „Unabhängige Flugbegleiter Organisation“ (UFO) in einen Konflikt geraten ist, nachdem die Airline angekündigt hat, das Kabinenpersonal auf Langstrecken um einen Kopf kürzen zu wollen. Die Reduktion der Kabinenbesatzung sei für alle Airbus A330, A340 und A350 geplant, berichtete der SPIEGEL. In einem A340 setzt Lufthansa zehn Flugbegleiter ein, Konkurrenten teilweise nur acht.