Leiche einbetoniert: Witwer gesteht Schaufel-Mord an Ehefrau

Ein deutscher Auswanderer in Kanada gesteht den brutalen Mord an seiner Ehefrau. Nachdem er die Frau und Mutter seiner Kinder mit einer Schaufel erschlagen hatte, betonierte er ihre Leiche im Garten des Hauses ein. Anschließend baute er ein Lügenkonstrukt auf, das fassungslos macht.

Die gebürtiger Äthiopierin Seble D. wurde am 10. Juli 2014 zuletzt in Ontario (Kanada) lebend gesehen. Sie war in der lokalen äthiopischen Gemeinschaft als sprudelnde, aufgeschlossene Person und talentierte Sängerin bekannt. Dann tauchten Abschiedsbriefe auf, die nicht zu ihr passten. Es hieß darin: „Ich habe Ehebruch begangen und jetzt bin ich schwanger“ und „Ich bin weg und werde nicht zurückkommen“. Tatsächlich war die dreifache Mutter zu diesem Zeitpunkt schon tot. Doch der Vater ließ die gemeinsamen Kinder mit dieser Erklärung leben.

Wochenlange Suche
Freunde der Vermissten suchten wochenlang nach ihr. Sie waren sich sicher, die lebensfrohe und sozial-integrierte Frau würde wieder zurückkommen. Bald kamen ihnen Zweifel, ob ihre Freundin noch leben würde. Dann kam der entscheidende Hinweis: Jemand meldete der Polizei, er habe gesehen, dass der Ehemann der Vermissten die Abschiedsbriefe selbst verschicken würde. Damit begannen die Ermittlungen.

Knapp ein Jahr nach dem plötzlichen Verschwinden der Frau schlugen Spürhunde im Garten des Familien-Anwesens Alarm. So fanden die kanadischen Ermittler die Leiche. Der Ehemann Stephan D., ein deutscher Auswanderer, wurde festgenommen, einen Tag nachdem seine Geliebte in das Haus der Familie eingezogen war. Bis heute dauert sein Prozess an.

Zweifelhaftes Geständnis
Jetzt erst gestand der Deutsche vor einem Gericht in Guelph (Bundesstaat Ontario), er habe seine Frau mit einer Schaufel erschlagen. Er behauptet, es sei eine Affekttat gewesen. Doch die Ermittler zweifeln an seiner Version der Geschichte. Sie glauben, er wollte seine Ehefrau loswerden, nachdem er einer Prostituierten versprochen hatte, sich von seiner Gattin zu trennen. Er soll im Internet unter anderem nach Betäubungsmitteln gesucht haben, um seine Tat zu verwirklichen. Auch die Briefe, die er selbst geschrieben hatte, zeugen von einer geplanten Tat. Schließlich findet sich ein Telefonat mit einem kanadischen Telefonanbieter. Es wurde ein Tag vor dem Verschwinden der Frau aufgezeichnet. Während Stephan D. sich beim Kundenservice über eine hohe Rechnung beschwert, hört man seine Frau im Hintergrund schluchzen. Die Aufnahme ist ihr letztes Lebenszeichen. Dem Täter droht nun eine lebenslange Haftstrafe.