Küblböck: Überwachungsvideo zeigt Sprung von Bord

Neue Fakten im Fall Küblböck: Der Staatsanwaltschaft Passau liegt ein Überwachungsvideo der AIDAluna vor, auf dem zu sehen ist, wie jemand von Bord springt.

Der Sänger Daniel Küblböck ist am 9. September vor Neufundland vom Kreuzfahrschiff AIDAluna verschwunden. Die kanadischen Behörden suchten tagelang nach dem deutschen Star. Schließlich wurde die Suche jedoch eingestellt, weil die Überlebenschancen im kalten Atlantik äußerst gering waren. Das Video einer Überwachungskamera des Kreuzfahrtschiffes soll neuerlich Licht ins Dunkel bringen.

Zügig und zielstrebig von Bord gesprungen
Der Staatsanwaltschaft Passau wurde nun ein Überwachungsvideo des AIDA-Luxusliners übermittelt. Der dortige Oberstaatsanwalt Walter Feiler verriet gegenüber „TZ“, was auf dem Video zu sehen ist: „Es ist ein Überwachungsvideo, auf dem zu sehen ist, wie eine Person ins Wasser springt. Weitere Personen sind nicht zu sehen. Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit.“ Die Identität des Menschen, der auf dem Video zu sehen ist, wurde noch nicht bestätigt. Da außer Küblböck jedoch niemand von der AIDAluna verschwand, ist hier wenig Überraschendes zu erwarten. Feiler ergänzte außerdem, dass die Person auf dem Video „zügig und zielstrebig“ gesprungen sei.

Zweifel am Suizid
Das Video scheint zu bestätigen, dass Küblböck ohne Beteiligung Dritter von Bord gegangen. Auch, dass der Sänger versehentlich ausgerutscht sein könnte, schließen die Aussagen des Passauer Staatsanwaltes aus. Manche Fans glauben jedoch fest daran, dass Daniel Küblböck sein Verschwinden geplant hatte und sich seither irgendwo verstecke. Die Theorie ist: Küblböck könnte sich mit Unbekannten abgesprochen haben. Die sollen mit einem Boot heimlich zur AIDA gefahren sein, sodass seine Rettung sichergestellt war, bevor er von Bord sprang.

Küblböcks Vater glaubt zwar, dass er seinen Sohn nie wieder sehen wird, er bezweifelt jedoch, dass dieser die Absicht hatte, sich selbst umzubringen, als er von Bord gesprungen ist. „Dies kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird.“ sagt Günther Küblböck in einem offenen Brief im Internet.

Menschen die unter Suizidgedanken leiden, können sich kostenlos an die Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 (alternativ 0800 111 0 222). Unter www.frnd.de („Freunde fürs Leben“) finden sich weitere Informationen und Hilfsangebote.