Irres Wetterphänomen über Mallorca versetzt Anwohner und Urlauber in Angst und Schrecken

Ein äußerst ungewöhnliches Naturschauspiel hat sich vor der Küste der spanischen Urlaubsinsel Mallorca abgespielt. Inmitten einer Unwetterfront jagen in der Bucht von Palma gleich zwei Wasserhosen über das Meer. In der Folge erreichen heftige Böen zusammen mit Starkregen die Insel.

Auf Mallorca beginnt derzeit der Spätsommer mit sehr düsteren Vorzeichen. Heftige Unwetter zogen kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahrs über die Insel im Mittelmeer hinweg. Dabei bildeten sich am Dienstagabend auch zwei Tornados in der Bucht von Palma. Dies zeigten Aufnahmen mit Handys, die von besorgten Anwohner aufgenommen worden sind. Diese beiden, mehr als hundert Meter hohen Wasserhosen, waren dabei vom Ufer der Inselhauptstadt Palma de Mallorca aus sehr gut zu sehen.

Anfänglich blieb dieses ungewöhnliche Wetterphänomen zunächst ohne Folgen. Es war von Augenzeugen an den Uferpromenaden und den angrenzenden Küstenstraßen beobachtet worden, dass die beiden schlanken Luftwirbel gemeinsam mit dem aufkommenden Sturm in Richtung Norden zogen. Dort lösten sie sich dann schließlich hinter dem Touristenort Magaluf auf.

Erster Schultag fällt wegen Unwetter auf Mallorca aus

Jedoch war dieser spektakuläre Doppel-Tornado nur ein besonderer Vorbote. Im Zuge dieser Unwetterfront haben auch die Ausläufer eines Sturmtiefs die größte Insel der Balearen erreicht. Dabei tobten die gesamte Nacht über Starkwind-Böen über die Region hinweg. An mehreren Stellen ließ ergiebiger Regen Bäche und Wasserläufe über die Ufer treten. Auch von umgestürzten Bäumen, beschädigten Booten und auch diversen Verspätungen am Flughafen ist die Rede. Unter anderem rund um den Ort Cala Millor, ganz im Osten der Insel gelegen, kam es vereinzelt auch zu Hagelschauern.

Glücklicherweise liegen derzeit keine Berichte über verletzte Personen auf der Insel vor. Vor dem heraufziehenden Unwetter hatte der spanische Wetterdienst am Dienstag eindringlich gewarnt. Der für den heutigen Mittwoch geplante Schulbeginn wurde daraufhin in einzelnen Gemeinden um einen Tag verschoben. Auch kam es aufgrund von Überschwemmungen zu Sperrungen von einzelnen Straßenverbindungen.

Die Schuld an dem derzeitigen schlechten Wetter auf der Insel hat der sogenannte „Kaltlufttropfen“. Dabei trifft in circa 5.000 m Höhe Polarluft auf die warme Luft in Erdnähe. Daraus ergeben sich dann unter anderem Wirbelstürme oder heftige Regengüsse. Vom spanischen Wetterwarndienst ist die Alarmstufe Orange ausgerufen worden und vor dem Aufenthalt im Freien wird eindringlich gewarnt.