Hurrikan „Dorian“ auf dem Weg nach Europa

Der Hurrikan, der die Bahamas verwüstete, die US-Küste überschwemmte und Teile Kanadas lahmlegte, ist nun unterwegs nach Europa. Dort wird er das Wetter auf ganz andere Weise beeinflussen.

Hurrikan „Dorian“ zog von den Bahamas über die Ostküste Nordamerikas und nimmt nun über die britischen Inseln und Skandinavien Kurs auf Europa. Was bedeutet das für uns?

„Dorian“ wütete mit Stärke 5 als wahrer Monstersturm auf den Bahamas und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Der Wirbelsturm gilt als einer der stärksten Atlantikstürme der Wettergeschichte. Er forderte Dutzende Todesopfer und Hunderte gelten noch immer als vermisst. In den östlichen Südstaaten der USA und im Osten Kanadas erschien er bereits abgeschwächt, verursachte jedoch immer noch Überschwemmungen, Chaos und Stromausfälle für Hunderttausende. Bis er nach Europa kommt, wird „Dorian“ ein sogenannter „Ex-Hurrikan“ sein. Er wird dann seine tropischen Eigenschaften verloren haben.

Den britischen Inseln wird der Ex-Hurrikan bis Mitte nächster Woche nach aktuellen Berechnungen noch Sturmböen bis 100 km/h bescheren. Es wird dort stürmisch und regnerisch, aber nicht mehr katastrophal. Danach wird „Dorian“ sich schließlich von einer ganz anderen Seite zeigen. Meteorologen gehen davon aus, dass der Ex-Hurrikan über Skandinavien verweilen wird und dort das sogenannte „Azorenhoch“ beeinflusst: Das heißt, „Dorian“ bringt freundliches Wetter nach Europa!

Im Norden Deutschlands werden die Ausläufer „Dorians“ zunächst noch leichte Sturmböen und Regenfälle mit sich bringen. Der Süden hingegen darf ab Mittwoch mit einem freundlichen Spätsommer rechnen. Die Temperaturen klettern dann wieder nach oben und verursachen wahrscheinlich einen Bilderbuch-Altweibersommer.

Sturm reist Frau mit und schmettert sie gegen eine Wand – tot
Während auf der einen Seite der Weltkugel noch die Trümmer hinter „Dorian“ aufgeräumt werden müssen, wütet auf der anderen Seite der Erde bereits der nächste tödliche Sturm. Japan wurde am Montagmorgen von Taifun „Faxai“ erfasst. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 216 km/h gilt auch „Faxai“ als stärkster Wirbelsturm seiner Region seit Messbeginn. Seine Bahn zieht ausgerechnet über die Millionenstadt Tokio. Dort wurden bisher zwei Todesfälle gemeldet und mindestens 30 Verletzte. Eine Frau wurde von einer Böe erfasst und tödlich gegen eine Wand geschmettert. Das zweite Todesopfer wurde von einem Baum erschlagen. Der nationale Wetterdienst rechnet mit erheblichen Regenmengen, und starken Windböen in Zentral- und Ostjapan. Überschwemmungen und Erdrutsche gelten als wahrscheinlich.