Gruppenvergewaltigung in Mülheim: Bulgaren-Familie wendet Ausweisung ab

Es ist an Abscheulichkeit kaum zu überbieten. Die mögliche Ausweisung des Mühlheimer Gruppenvergewaltiger und dessen Familien ist vom Tisch!
Drei gerade einmal 14 Jahre alte bulgarische Jungen sind inzwischen von der Staatsanwaltschaft angeklagt, weil sie im Juli diesen Jahres eine junge Frau in einem Waldstück in Mühlheim an der Ruhr gemeinsam vergewaltigt hatten. Dieser Verbrechen sorgte bundesweit für Aufregung und Entsetzen.

Die Eltern des Haupttäters der Gruppenvergewaltigung konnten nun vorerst eine Ausweisung in ihr Heimatland Bulgarien abwenden. Am gestrigen Montag sollte die Frist ablaufen, in der die Familie einen Arbeitsvertrag vorlegen musste, um doch in Deutschland bleiben zu dürfen. Kurz vorher reichte die Mutter des Haupttäters einen Arbeitsvertrag über eine geringfügige Beschäftigung ein. Das Verfahren wurde sofort gestoppt. Die Ausweisung ist vom Tisch. Das teilte der Sprecher der Stadt Mühl heim, Volker Wiebels, nun mit: „Wenn sich bestätigt, dass ein Einkommen vorhanden ist, wenn auch nur geringfügig, gibt es keinen Grund die Familie auszuweisen“, sagte er.
Als Folge der Ermittlungen gegen den in U-Haft sitzenden Haupttäter hatte die Stadt Mülheim damals sofort eine Ausweisung seiner bulgarischen Familie überprüft und festgestellt, dass dessen Eltern kein Geld in Deutschland verdienen. Es wurde der Familie eine Frist gesetzt, bis zu der sie ein Einkommen nachweisen musste. Anderenfalls gelte ihre Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union als nur eingeschränkt, so der Stadtsprecher. Ohne Job hätte die Familie nun gesammelt zurück nach Bulgarien gemusst.

Der Vater des Vergewaltigers hatte bereits in der Vergangenheit einen Arbeitsvertrag vorgelegt, um mit seinen Angehörigen in Deutschland bleiben zu können. Er hat die Arbeitsstelle nach Angaben der Stadt jedoch nie angetreten. Deswegen werde man nun genau und umfangreich prüfen, ob die Mutter nun tatsächlich einer Arbeit nachgeht, sagte der Sprecher weiter.