Feuerwehr findet acht Jahre alte Leiche

Die Feuerwehr in Senden ist bei einem Großeinsatz am vergangenen Wochenende auf eine halb verweste Leiche gestoßen. Wie die durchgeführte Obduktion nun ergab, ist der Mann bereits seit acht Jahren tot.

Am vergangenen Wochenende machten die Einsatzkräfte bei der Evakuierung eines Hochhauses in Senden einen erschreckenden Fund. Sie stießen in einer Wohnung auf die Leiche eines Mannes. Der Tote hatte augenscheinlich bereits eine sehr lange Zeit in der Wohnung gelegen, da die Leiche bereits teilskelettiert war, wie die Polizei in Senden mitteilte. Die Leiche wurde nach dem Abschluss der Löscharbeiten in dem Hochhaus nun in Münster obduziert. Nach Informationen kann allerdings ein Verbrechen in diesem Fall ausgeschlossen werden.

Die Polizei in Coesfeld teilte auf Anfrage mit, dass der Tote bereits mehrere Jahre in der verschlossenen Wohnung gelegen haben muss. Nach diesen Angaben muss der Mann bereits zum Jahreswechsel 2011 / 2012 verstorben sein. Sein Verschwinden wurde lediglich von einer Nachbarin in Senden gemeldet. Diese hatte sowohl die Krankenkasse, die Polizei, das Ordnungsamt als auch die Rentenversicherung eingeschaltet, da sie sich Sorgen gemacht hatte.

Sie sagte nun nach dem Fund: „Der Geruch im Treppenhaus war erbärmlich.“ Und: „Ich bin stinksauer, dass sich niemand bewegt hat.“ Damals sei zwar die Polizei gekommen, habe aber die Tür nicht geöffnet, da der Leichenspürhund nicht angeschlagen hatte. Daraufhin sei der Fall scheinbar schnell zu den Akten gelegt worden. Die Leiche des Mannes ist in der Zwischenzeit weiter verwest.

Und noch etwas fand die Polizei heraus. Bei dem Mann handelte es sich nicht um den einzigen Toten in der Wohnung. Neben dem Verwesten fand die Polizei auch noch den skelettierten Körper des Hundes. Da der Hund neben dem toten Herrchen eingesperrt gewesen war, ist er schließlich neben dem Mann ebenfalls verstorben.

Ins Rollen kam der ganze Vorgang, da im Keller des Hochhausgebäudes in der Nacht zum Sonntag der letzten Woche ein Feuer ausgebrochen war. Da das Kellergeschoss über eine Verbindung zum angrenzenden Haus hat, mussten beide Häuser evakuiert werden. 70 Personen haben sich zu diesem Zeitpunkt in den Häusern befunden. Da der Brand rechtzeitig entdeckt wurde, ist niemand dabei verletzt worden. Lediglich drei Personen sind mit Kreislaufproblemen medizinisch versorgt worden.