Drama im Gleis am Kölner Hauptbahnhof

Am Kölner Hauptbahnhof findet ein großer Rettungseinsatz am Gleis 8 statt. Laut Angaben der Bundespolizei geriet am Mittwochnachmittag ein Mann unter einen Zug und wurde eingeklemmt

Die Feuerwehr ist umgehend zum Rettungseinsatz ausgerückt. Die Bundespolizei teilte mit, dass der Mann unter den IC 1929 aus Hannover geraten sei. Bei den Bergungsarbeiten sei er ansprechbar gewesen und sagte, er sei auf dem Bahnsteig gestolpert.

Nach Angaben der Feuerwehr war der etwa 40 Jahre alte Mann unter dem Triebwagen eingeklemmt gewesen. Zunächst sollte der rund 120 Tonnen schwere Wagen angehoben werden, um den Verletzten zu bergen. „Aufgrund der medizinischen Situation wurde jedoch eine Sofortrettung erforderlich“, hieß es von Seiten der Feuerwehr. Daraufhin sei der Wagen um ca. 20 Zentimeter weitergefahren worden.

Nach dieser Maßnahme konnte die Kölner Feuerwehr den Eingeklemmten befreien, dieser kam im Anschluss umgehend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Wie die Feuerwehr in diesem Zusammenhang mitteilte, erlitt der Mann bei dem Unglück schwere Verletzungen.

Nach ersten Erkenntnissen schließt die Bundespolizei ein Fremdverschulden derzeit aus. Eine sofortige Auswertung der Aufnahmen aus Überwachungskameras haben diese Annahme bestärkt und deckten sich auch mit den Angaben des Unfallopfers. Dieser hatte bei der Rettungsmaßnahme angegeben, dass er gestolpert sei.

Ursprünglich sollte der Zug aus Hannover um 13.18 Uhr am Kölner Hauptbahnhof ankommen. Die Gleise 8 und 9 sind nach Angaben der Deutschen Bahn seit 13.20 Uhr für jeglichen Zugverkehr gesperrt.

Derzeit müssen sich Bahnreisende auf Einschränkungen und Verspätungen auch auf anderen Gleisen einstellen. Züge stauen sich am Knotenpunkt in Köln auf bzw. werden teilweise auch umgeleitet.