Deutsche Urlauberin stürzt bei Selfie in den Tod

Eine deutsche Urlauberin wollte ein beeindruckendes Foto von sich selbst aus Sri Lanka mitbringen. Dabei stürzte die 35-Jährige in die Tiefe und wurde zerschmettert.

„World’s End“ ist ein beliebter Aussichtspunkt im Horton Plains Nationalpark in Sri Lanka. Eine 35-jährige Touristin aus Deutschland wollte an der Felskante stehend mit der gigantischen Kulisse im Hintergrund ein Selfie (Handy-Selbstportrait) von sich machen. Offenbar verlor die Frau dabei den Halt und stürzte. Sie fiel daraufhin rund 1200 Meter in die Tiefe.

Der Vorfall soll sich um 7:50 Uhr Ortszeit zugetragen haben. So früh am Morgen soll die Aussicht am „World’s End“ besonders schön sein. Nach Angaben der Polizei dauerte es sechs Stunden bis die sterblichen Überreste der Frau gefunden wurden. Polizei, Luftwaffe und die Armee war mit zahlreichen Einsatzkräften unterwegs. Aus der Luft wurde der zerschmetterte Körper der Frau schließlich entdeckt und konnte geborgen werden.

Riskante Selfies liegen im Trend
Riskante Selfies mit Todesfolge sind nicht selten. US-Forscher der Carnegie Mellon-Universität in Pittsburgh gaben dem Phänomen deshalb sogar einen eigenen Namen: „Killfie“. Die Forscher untersuchten in zwei Jahren 127 Todesfälle aufgrund von Killfies. Zu den häufigsten Todesursachen gehören dabei Züge. „Selfies auf Bahngleisen zu machen, ist ein Trend“, sagten die Wissenschaftler 2017. Jörg Ackmann, Präventionsbeauftragter der Bundespolizei Sankt Augustin bestätigte gegenüber dem Hamburger Abendblatt, dass auch in Deutschland ein Trend zu riskanten Fotos bestehe. Junge Frauen oder Mädchen würden gerne emotionale Bilder machen, Schienen seien dafür auch hierzulande ein beliebtes Motiv. Selfies von Männern oder Jungs werden absichtlich in riskanten Situationen gemacht. So versuchte beispielsweise ein Münchner 2016 ein „mutiges“ Foto in Machu Picchu zu machen. Bei einem Sprung in die Höhe verschätzte sich der Mann und stürzte tödlich.

Machu Picchu
Peru, Machu Picchu

Niederländer stürzte 2015 am „World’s End“
Zwar nicht für ein Selfie aber ebenfalls beim Fotografieren stürzte bereits 2015 ein Tourist aus den Niederlanden von der Steilklippe am „World’s End“. Der damals 35-Jährige befand sich in den Flitterwochen und wollte ein Foto von seiner Braut machen. Beim Versuch den richtigen Bildwinkel zu finden, machte er einen Schritt zu weit nach hinten. Doch der Mann aus den Niederlanden hatte Glück im Unglück: Nach rund 45 Metern war er in einem Baum hängen geblieben. Mit 40 Soldaten konnte der Frischvermählte schließlich aus dem unwegsamen Gelände gerettet werden. Die Rettungsaktion dauerte über Stunden.