Amoklauf an Berufsschule fordert mehrere Verletzte

Bei einem Amoklauf hat ein 19-jähriger Mann auf drei seiner Mitschüler geschossen und sich im Anschluss selbst hingerichtet. Die Tat fand in einer Berufsschule in Blagoweschtschensk, im Osten Russlands, im Amur-Gebiet an der Grenze zu China, statt.

Durch die Schüsse in der Berufsschule für Bauwesen und Kommunalwirtschaft verletzte er seine drei Mitschüler jedoch nur. Dies teilt ganz aktuell die zuständige Polizei mit.

Ein unbeteiligter junger Mann hat nach Polizeiaussage eine Streife auf der Straße über die Schüsse in der Schule informiert. Bis zu diesem Zeitpunkt war noch kein Notruf von anderen Schülern oder Lehrern bei der Polizei eingegangen. Als die Beamten mit Verstärkung an dem Berufskolleg eintrafen, sei es zu einer Schießerei zwischen dem Amokschützen und der Polizei gekommen. Demnach feuerte der Berufsschüler zuerst los und dann erst die Polizei. Vermutlich setzte den Schützen die eintreffende Polizei so sehr unter Druck, dass er keinen anderen Weg sah, als sich auch gegen sie mit Schüssen zu wehren. Durch die Schüsse der Polizei konnte der junge Mann in einem etwas abgelegenen Klassenzimmer vom Rest der Menschen isoliert werden. In eben diesem Raum richtete sich der Schüler dann selbst hin, bevor er festgenommen werden konnte.

Die drei verletzten Mitschüler sind 17, 19 und 20 Jahre alt. Sie wurden kurz nach der Tat in einem naheliegenden Krankenhaus erstversorgt. Keiner schwebt oder schwebte in Lebensgefahr. Der Grund für die Tat ist bisher nicht bekannt. Es wird jedoch ein einfacher Streit zwischen den vier Schülern vermutet. Auch woher der Junge die Waffe hatte, ist Bestandteil der aktuellen Ermittlungen.

Die Einsatzkräfte wurden bei der Schießerei nach ersten Kenntnissen nicht verletzt. Die übrigen Schüler und Lehrer konnten sich während des Polizeieinsatzes in Sicherheit bringen und sind mit einem Schreck davon gekommen.

Die polizeilichen Untersuchungen zu diesem Fall dauern an.