Abgeschirmte Ureinwohner töten unerlaubten Eindringling

Ein Tourist wurde bei einer Pfeil-Attacke derart verletzt, dass er daran starb. Der Mann war trotz eines Verbots zu einer abgelegenen Inselgruppe gefahren. Dort wurde er von den Bewohnern umzingelt und daraufhin mit Pfeil und Borgen regelrecht hingerichtet.

Es klingt wie eine Tragödie aus längst vergangener Zeit. Der 27-jährige Tourist aus den USA ließ sich mit einem Boot auf die Andamanen Inseln im Golf von Bengalen fahren. Trotz des Verbotes die Inseln zu betreten oder gar Kontakt mit einigen Gruppen von Ureinwohnern aufzunehmen, beschloss der junge Abenteurer das Inselparadies im Indischen Ozean zu besuchen. Es war nicht das erste Mal, dass der junge Mann auf den Inseln Urlaub machen wollte. Nur dieses Mal endete sein abenteuerlicher Ausflug tödlich.

Verbotene Insel
Zunächst bestach der US-Amerikaner ein paar Fischer, damit sie ihn zur Insel North Sentinel fahren sollten. Auf der Insel leben nur noch 150 Ureinwohner. Die Menschen unterliegen einem strengen Schutz und um die Insel herum gilt eine Bannzone von fünf Kilometern.
Dennoch stieg der Tourist in der Nähe der Insel in ein Kanu und paddelte damit auf die Insel zu. Am Strand angekommen zog der junge Mann sein Kanu auf den Sand und betrat die Insel. Die Fischer, welche ihn unerlaubterweise in die Nähe der Insel gebracht hatten, beobachteten das schreckliche Ereignis. Sobald der US-Amerikaner die Insel betrat regneten Pfeile auf den Mann hernieder. Dennoch ging der Tourist weiter.

Plötzlich stoben die Ureinwohner aus dem Dschungel und umzingelten den Mann. Sie banden Seile um seinen Hals und zogen ihn davon.
Die Fischer waren starr vor Angst und beschlossen sofort zu fliehen. Im Hafen von Port Blair erzählten sie einem Priester von dem Vorfall. Der Priester schien den jungen US-Amerikaner zu kennen und kontaktierte umgehend die Polizei und dann die Familie des Mannes. Doch es war zu spät.

Leiche am Uferstrand
Am nächsten Morgen kehrten die Seeleute zurück. Am Strand fanden Sie die Leiche des jungen Mannes.

Die Polizei verhaftete sieben verdächtige Stammesmitglieder. Die Anklage lautet Mord. Nun soll in einem Verfahren herausgefunden werden, wie das Strafmaß für die Ureinwohner sein soll. Die Menschen auf der Insel haben keinerlei Kontakt zu ihrer Außenwelt. Um sie vor Zivilisationskrankheiten zu schützen, werden die Ureinwohner der Inseln von der Außenwelt komplett abgeschirmt.

Laut dem britischen Nachrichtensender BBC wollte der Mann auf die Insel, um die dortigen Ureinwohner zum christlichen Glauben zu bekehren.