15-jähriges Mädchen ersticht 3-jährigen Bruder

Im nordrhein-westfälischen Detmold haben sich am gestrigen Mittwoch entsetzliche Szenen abgespielt.
Die 15-jährige Oliwia-Marta Kargol steht unter dem dringenden Verdacht, ihren kleinen Halbbruder (3) erstochen zu haben. Die Tat soll sich in einem Mehrfamilienhaus an der Neulandstraße in Detmold ereignet haben. Hier soll das Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Halbbruder gelebt haben. Bevor sie dem kleinen Jungen tödliche Stichverletzungen zugefügt habe, befand sie sich alleine mit ihm in der Wohnung. Kurz nach der Tat soll sie laut derzeitigem Ermittlungsstand in unbekannte Richtung geflohen sein. Vermutlich stand sie nach der Tat unter Schock und konnte sich ihre Verhalten selbst nicht erklären.

Aktuell ermittelt die Polizei Bielefeld deswegen auf Hochtouren und fahndet nach der jungen Frau. Ihr momentaner Aufenthaltsort ist gänzlich unbekannt. Bei Verwandten oder Freunden halte sie sich nicht auf. Zurzeit sind daher ein Hubschrauber sowie Diensthunde der Polizei Lippe und der Polizei Bielefeld im Einsatz. „Von der Jugendlichen fehlt bisher jede Spur“, schreibt die Polizei in einer aktuellen Pressemitteilung. Auch eine mögliche Suizidalität treibt die Einsatzkräfte bei der Suche nach dem Mädchen an.
Von der Kriminalpolizei wurde bereits eine 15-köpfige Mordkommission mit dem Namen „Neuland“ (bezugnehmend auf die Straße in der die Tat stattgefunden hat) eingerichtet.

Nach Informationen, die der BILD-Zeitung vorliegen, soll die Mutter den kleinen Jungen in der leeren Wohnung gefunden haben, als sie gegen 21 Uhr nach Hause kam. Die Familie stammt aus Polen. Warum die Mutter ihre 15-jährige Tochter bis spät in den Abend mit dem kleinen Bruder alleine gelassen hat ist bisher nicht klar, dürfte aber ebenfalls Bestandteil der aktuell laufenden Ermittlungen sein. Unter Umständen wird auch die Mutter wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zur Rechenschaft gezogen werden.